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Huebner Brothers: Memories

Gregor Hübner (v,p) Veit Hübner (b) Ekkehard Rössle (ts,ss) Richie Beirach (p) Heinrich Köbberling (dr)

Memories / Am Fluss / Kathedrale im Dunkeln / Short Cuts / Wise One / Un Mochito / Elfe / Riddles

In New York haben die Gebrüder Huebner studiert: Gregor bei Pianist Richie Beirach und Veit bei Bassist Marc Johnson. In der Stadt am Hudson - River haben die beiden Ravensburger im vergangenen Jahr auch ihr erstes gemeinsames Album aufgenommen. Mit von der Partie bei der Session waren Saxophonist Ekkehard Rössle, der unlängst mit Pianist Klaus Müller die bemerkenswerten Duette "Auf und davon" vorstellte, Schlagzeug-Newcomer Heinrich Köbberling und der Lehrer von einst, Richie Beirach. Der schreibt im CD-Booklet: "Ich hoffe, Sie als Hörer haben an der Scheibe genauso viel Spaß, wie ich es als Mitspieler und Produzent hatte."

Man kann den, mit Dave Liebman bekannt gewordenen Pianisten beruhigen: die Mischung aus modernem Jazz und kammermusikalischen Anleihen, zu der Gregor Huebner die Geige mal dezent zigeunerhaft, dann ganz in der Nachfolge eines zeitgemäßen Jean-Lyc Ponty streicht, geht unter die Haut. Weil auch der rhythmische Puls stimmt, geriet den Huebner Brothers mit "Memories" eine bemerkenswerte Scheibe, die dafür sorgen wird, daß sie bald nicht nur im Ländle bekannt sind. Dort übrigens bekam Gregor Huebner den "Jazz Preis Baden-Württemberg 1998" verliehen.

Rezensionen
[ Jazzpodium 10/99 ]


Bereits im Juni 1997 aufgenommen, kam diese Produktion von zeitlos beständiger Stilistik im Oktober letzten Jahres pünktlich zur Jazzpreisverleihung des Landes Baden-Württemberg an Gregor Hübner auf den Markt. In diesem kompakten Quintett mit Gregors Bruder und langjährigem musikalischen Partner Veit Hübner, Gregors Lehrer Richie Beirach, Klavier, sowie Ekkehard Rössle, Sopran- und Tenorsaxophon, und Heinrich Köberling, Schlagzeug, entsteht ein durchgehend post-Coltranescher Sound.
Dieser reicht von tiefgründig klangmalerischen Nuancen in "Der Fluß", über pointiert swingende Heiterkeit in "Un Mochito" bis hin zu trotz expressionistischer Ansätze durchdringend groovenden Akzenten in "Riddles". Ohne Brüche vollzieht sich Gregors Wechsel von der Geige zum Piano in drei der insgesamt acht Stücke. Das Songmaterial stammt mit Ausnahme von Coltranes "Wise one" allesamt aus der Feder der Spielenden. Es zeugt von ausgesprochen melodischer wie harmonischer Reife und erklingt unvermittelt bereits wie Klassiker - eben zeitlos beeindruckend. (Matthias Weiller)

[ Stuttgarter Zeitung, 18.12.98 ]


So vielseitig wie der Stuttgarter Musiker Gregor Hübner sind wenige. Er spielt im New Yorker Kammerorchester Philharmonia Virtuosi Geige, er frönt mit Tango Five der leichten Muse und zählt zu den profiliertesten jungen Jazzmusikern des Landes, weshalb er im Herbst dieses Jahres auch mit dessen Jazzpreis ausgezeichnet wurde. Mit seinem Bruder, dem Kontrabassisten Veit Hübner, hat er die Platte "Memories" eingespielt.
Die ist so vielschichtig, wie es Gregor Hübners musikalische Breite vermuten läßt. Der Saxophonist Ekkehard Rössle hat hier viel zu rare Gelegenheit, seine immense Improvisationskraft in eine virtuos pulsierende Umgebung einzubringen. Wunderbar, wie er und Gregor Hübner "Am Fluß" mit einer zarten Meditation von Sopransaxophon und Flügel einleiten, bevor die Melodiekürzel wie Gischt über die Steine spritzen. "Kathedrale im Dunkeln" faßt die steinerne Monumentalität eines solchen Baus in eine Mischung aus bedrohlich dunklen Rhythmen und freien Bewegungen, in denen das Sopransaxophon dominiert.
Andererseits zeigen die Stücke "Memories", "Un mochito" und "Riddles", daß Gregor Hübner auch ein exzellenter Jazzgeiger ist. Auf der CD wechseln sich Gregor Hübner und Richie Beirach am Piano ab. Morgen abend präsentieren Gregor und Veit Hübner ihre Platte "Memories" in der Stuttgarter Galerie Themo, allerdings ohne die Unterstützung von Richie Beirach. (ws)

[ Südkurier (Welt der Musik) 08.05.99 ]


Der Preisträger des Baden -Württembergischen Jazz-Preises 1998 kommt aus Ravensburg, spielt Violine und Piano, gastierte zuletzt Anfang Februar in Konstanz und legte jetzt mit seinem Bruder Veit eine wunderschöne CD im Spannungsfeld zwischen Jazz und europäischer Klassik vor. Gregor Hübner heißt der junge Musiker übrigens und weil er das halbe Jahr in New York verbringt, schreibt er sich auch manchmal "Huebner".
So auch auf der CD "Memories": "The Huebner Brothers" nennt er die Gruppe mit seinem Bruder in Erinnerung an die bekannten "Brecker Brothers" und "Stockhausen Brothers". Als " Stargast" spielt der besonders in Musikerkreisen hochgeschätzte Pianist Richie Beirach mit. Gleichzeitig war er Lehrer der "Huebner Brothers" in New York und produzierte das Album. Es entstand ein romantisches, leicht verträumtes, klassisch angehauchtes Jazz-Album, welches ohne die Energie und Hektik New Yorks nicht denkbar wäre. Aber auch nicht ohne die ländliche Herkunft der "Huebner Brothers" und ihre klassische Ausbildung. (bus)

Satin Doll Productions /rec 1997 /ModernJazz / /CDs: 1

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Hübner, Gregor: Panonien Humes, Helen: In Her Own Words