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Manfred Junker & German Klaiber: Meeting Mr. Rodgers

Manfred Junker (g) German Klaiber (b)

With a song in my heart / Dancing on the ceiling / Bewitched / Have you met Miss Jones / Blue Moon (bass solo) / I wish I were in love again / I could write a book / It never entered my mind / My favorite things (guitar solo) / The Lady is a tramp / Falling in love with love / My funny valentine

Diese Duo-Platte ist, ganz simpel gesagt, ein einziger Hochgenuss, eine einzige große Freude...Eine außergewöhnlich dichte, intime, wunderbar arrangierte und "nahe" Platte ist da entstanden, von großer musikalischer Klarheit und handwerklicher Sauberkeit...Also: Fünf Punkte. Oder Sterne. Oder sechs, wenn's geht. Oder einen ganzen Himmel über (Süd-)Deutschland voll." Alexander Schmitz, Jazzpodium

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Rezensionen

Akustik Gitarre | Heft 4, 2005

Kaum ein Gitarrist geht mit der ach so gern gescholtenen Tradition derart pfleglich um und findet sich zugleich so klar und deutlich im Hier & Jetzt zurecht wie der sympathische Mann vom Bodensee. Die Platte ist, ganz einfach, ein Hochgenuss, ein Fest. Und diese Hommage an „Mr. Rodgers" hebt an mit dessen With A Song In My Heart', das vielen AFN-Hörern ein Signal der Geborgenheit war und auf immer bleibt. Und sie endet mit der guten alten ulkigen My Funny Valentine', das bekanntlich kaum einem Jazz-Gitarrist nicht irgendwann mal aufs Griffbrett gerät. Und wenn nun Leute daherkommen und „ach, schon wieder!" greinen, dann tun sie das nur so lange, bis sie die Junker/Klaiber-Fassung gehört haben - ein Muss. Ein kategorischer Imperativ. Faszinierender noch dürfte für Insider Junkers Einsatz der Flattop sein, einem Gitarrentyp, der sich jedenfalls im Jazz nicht gerade einen Namen für Omnipräsenz gemacht hat. Der Sound der Flattop verlängert sozusagen das Hörspektrum schön weit nach oben und bietet zu Klaibers Kontrabass ein Komplementär, das den Hörgenuss erheblich steigert. So ist da eine dichte, intime, liebevoll arrangierte und „nahe" Platte entstanden, von großer musikalischer Klarheit und handwerklicher Akkuratesse. Bilanz der Köstlichkeiten: Fünf Punkte. Oder am besten einen ganzen
Himmel überm Bodensee voll. -atz-

JazzPodium 2005-03

Letztens erfreute uns Manfred Junker noch mit der Quartettplatte „Directions", 75 Minuten kraftvollen Quartetts mit ausschließlich eigenen Titeln (for 2003-2). Nun kommt er, wieder mit German Klaiber am Bass, im Duo, spielt mal die Archtop und mal eine Steelstring Flattop und ausschließlich Richard-Rodgers-Titel, Standards also. Vergleicht man beide Alben, dann ist das neue gewiss traditioneller", dem „Golden Age of Jazz Guitar" weit enger verpflichtet als das Album davor. Überlagert man die Höreindrücke von beiden CDs, dann entsteht in der Summe das Klang-Bild von einem Gitarristen, der sich von den „roots" nie so weit entfernt, dass er im Vakuum der Modernität-um-jeden-Preis verloren gehen könnte. Mir ist in letzter Zeit kaum ein Gitarrist zu Ohren gekommen, der mit der Tradition so pfleglich und doch so eigen und ganz stabil im Hier & Jetzt umgeht wie der Süddeutsche. Die Duo-Platte ist, ganz simpel gesagt, ein einziger Hochgenuss, eine einzige große Freude. Die beginnt mit „With a song in my hearY', das mir seit seligen AFN-Zeiten nie wieder aus dem Gedächtnis entschwinden wird, und endet mit der guten, alten „Funny Valentine". Dass das ein beliebtes Gitarristen-Stück war und ist, weiß fast jeder. Und wenn nun Leute daherkommen und gähnen und stöhnen: „Ach, schooon wieder!", dann tun sie das nur so lange, bis sie die Junker/Klaiber-Fassung gehört haben. Faszinierender noch dürfte für Gitarren-Insider Manfreds Einsatz der Flattop sein, einem Instrumententyp, den man im Jazz wahrlich nicht oft zu hören bekommt. All diese Stücke sind Delikatessen; der Sound der Gitarre verlängert das Hörspektrum sozusagen um Ellen nach oben und bietet zu Germans Bass ein Komplementär, das den Hörgenuss des Duos ganz erheblich steigert. Eine außerordentlich dichte, intime, wunderbar arrangierte und „nahe" Platte ist da entstanden, von großer musikalischer Klarheit und handwerklicher Sauberkeit. Gitarren-Duos mit Kontrabass haben immer schon zu meinen Favoriten gehört, egal, ob Barney Kessel mit Red Mitchell oder Joe Pass mit NHPJP oder oder oder. Aber klar ist auch, dass solch eine Formation eine völlig andere Konzeption voraussetzt als eine größere: Es liegt einfach nahe, dichter an den „roots" zu bleiben, wenn das zweite Instrument ein lineares ist. Obwohl, was heißt schon ,linear". „Blue moon" wird von German Klaiber ganz allein gezupft (Manfreds Solo-Stück ist „My favorite things"). Da klingt er, als würde er-ganz ohne Dubbing und elektronische Kinkerlitzchen - Duo auf einem einzigen Bass spielen. Also: Fünf Punkte. Oder Sterne. Oder sechs, wenn's geht. Oder einen ganzen Himmel über (Süd-) Deutschland voll.
Alexander Schmitz



Braff, Ruby: Being With You Trio Emanuel: Shpet in der Nakht