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Kaufmann-Gratkowski-DeJoode: Kwast
Achim Kaufmann (p) Frank Gratkowski (cl,as,cb-cl) Wilbert de Joode (b)
Grammar of Rocks / Slow green / Tongues like glass / Redolent Bones / The eye searching out its sole / Her farewell paints a wing / Intransigent as a thumb / Here, no key heckles the lock / Ah! les beaux jours de bonheur indicible
Aufregende Musik auf drei akustischen Instrumenten. Nicht schockierend oder aufreizend, sondern auf- und anregend in der Art und Weise, wie hier mit dem klang gearbeitet wird - differenziert, Nuancen auslotend, Befindlichkeiten mitteilend. Achim Kaufmann, der als musikalischer Freigeist gilt, und seine beiden Mitmusiker haben ihr instrumentales Vokabular erweitert und neu definiert. Besonderes Interesse seiner Musik gilt jenen Bereichen, in denen sich Improvisation und Komposition überlappen.
Konnex Records /rec /Avantgarde /CDs: 1
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JazzPodium 2004-10
Achim Kaufmann und Frank Gratkowski kennen sich aus den frühen Jahren ihrer gemeinsamen Kölner Zeit. Nun, Jahre später haben sie sich wieder entdeckt, musikalisch, versteht sich. Schon mehrfach haben sie die hohen Qualitäten ihrer freien Kommunikation miteinander austauschen können. Beide haben für deutsche Verhältnisse eine wichtige Entwicklung hinter sich: Achim Kaufmann ist seit seinem Umzug in den 90er Jahren fest in der freien Amsterdamer Szene eingebunden, Gratkowski wohnt immer noch in Köln, hat aber große internationale Erfolge hinter sich (und mit Sicherheit auch noch vor sich). Erst kürzlich widmete das Down Beat ihm eine Seite, was für einen deutschen Musiker mehr als nur eine Seltenheit ist. Mit Wilbert de Joode haben sie einen weiteren Exponenten der Amsterdamer Szene hinzu gewonnen, einen der großen Bassisten der europäischen freien Szene. Zwischen diesen drei außergewöhnlichen Musikern entwickelt sich durch neun Titel hindurch eine fast beispiellos inspirierte Kommunikation. Sehr vertraut müssen sie miteinander sein, sonst wäre dies so kaum möglich. Tastendes Annähern geht über in lebhaften Gedankenaustausch mit dramatischem Auf und Ab. Und all das mit einem seltenen Klangzauber. Kaufmann ist der verhaltene Lyriker und dennoch plötzlich dramatisch zupackend, Gratkowski der vielleicht erfindungsreichste Klangzauberer vor allem mit der Klarinette und de Joode ein unauffälliger, ständig präsenter Partner. Kaufmann dazu: „Wir merkten, dass jeder von uns Dinge spielt, die er in anderem Zusammenhang nicht spielen würde; ein Vordringen in unbekannte Bereiche des Zusammenspiels. Es schien, als wenn gerade durch die Unterschiedlichkeit unserer Charaktere eine spezielle Balance erreicht wurde, durch die jeder von uns sich frei bewegen konnte." Nicht mehr und nicht weniger eine Sternstunde aktueller Musik. Hans-Jürgen von Osterhausen
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