CDs
DVDs
Bücher
Kopf-Hörer
Angebote
Top20
Stöbern
CDs
Europe
CDs

Jan Erik Kongshaug: All These Years

Jan Erik Kongshaug (g) Svein Olav Herstad (p) Harald Johnsen (b) Per Oddvar Johansen (dr)

Pat / Waltz For Elvind / Snowdance / Jack / Small People / A Little Kiss / To Glass / In May / Brazilian Night / All These Years

Der Toningenieur Jan Erik Kongshaug ist sozusagen der europäische Gegenpol zu Rudy van Gelder in den USA, der vor allem durch seine Aufnahmen für das Blue-Note-Label bekannt geworden ist. Kongshaug hat laut PR­Info seit 1970 in seinem nicht minder renommierten Rainbow-Studio in Oslo mehr als 700 Alben allein für ECM auf­genommen, und für diese Aufträge spricht er dessen Chef Manfred Eicher in den Liner notes zu seinem neusten eigenen Album als Gitarrist und Leiter eines Quartetts seinen ausdrücklichen Dank aus.
Über weite Strecken der CD fühlt sich Kongshaug der musikalischen Ästhetik, dem „schönen" Sound verbunden. Stücke, in denen dies zum Ausdruck kommt, sind vorzugsweise Balladen, etwa „Snowdance", „Small people", das „Titelstück „All these years" und „To Glass", eine Komposition des Pianisten, die jedoch nicht, wie man vielleicht zunächst vermuten könnte, eine Hommage an den Minimal-Art-Meister und Keyboarder Phil Glass ist. Auch zwei Dreivierteltakter und die „Brazilian night" im Bossa-Nova-Geist gehen in diese Richtung. Entsprechend klingt die Gitarre ganz nach klassischem Jazz-Vorbild, also eher „verhangen" und in keiner Weise etwa gewollt „modernistisch". Kongshaug hat sich dabei überhaupt nicht in den Vorder­grund gedrängt, vielmehr ist gänzlich unprätentiöse Ensemble-Arbeit ent­standen. Und schließlich ist natürlich noch dies anzumerken: im ureigensten Metier Kongshaugs - wie könnte es anders sein - ist selbstverständlich die Aufnahmetechnik vorzüglich.

Hot Club Records /rec 2003 /ModernJazz /Digipak /CDs: 1

Anzahl | Quantity:   St

Auf den Merkzettel



Rezension

JazzPodium 2004-03

Der Toningenieur Jan Erik Kongshaug ist sozusagen der europäische Gegenpol zu Rudy van Gelder in den USA, der vor allem durch seine Aufnahmen für das Blue-Note-Label bekannt geworden ist. Kongshaug hat laut PR­Info seit 1970 in seinem nicht minder renommierten Rainbow-Studio in Oslo mehr als 700 Alben allein für ECM auf­genommen, und für diese Aufträge spricht er dessen Chef Manfred Eicher in den Liner notes zu seinem neusten eigenen Album als Gitarrist und Leiter eines Quartetts seinen ausdrücklichen Dank aus. Ebenso erwähnt er, dass diese Aufnahmetätigkeit eine Quelle der Inspiration für seine eigene Musik gewesen sei.
Dass er neben dieser Funktion ein bemerkenswerter Musiker ist, hat er seit der Gründung seines Quartetts 1998 mit Svein Olav Herstad, Piano, Per Oddvar Johansen, Schlagzeug, und Harald Johnsen, Kontrabass, bewiesen (Letzterer ist nach dem Lea­der der Nächstbekannte: er ist bisher u. a. im Tord Gustavsen Trio und in der Silje Nergaard Band hervorgetreten). Im Jahr 1998 hat Jan Erik Kongshaug in dieser Besetzung auch seine erste CD „The Other Wortd", wohl die ganz eigene Welt (s)eines Tonstudios assoziierend, eingespielt. Waren da im Bandbook auch noch einige bekannte Standards zu finden, so zeigt sich auf der vorliegenden CD, die an die lan­gen Jahre der Studio-Arbeit erinnern dürfte, eine Erweiterung einer bisher schon in Ansätzen erkennbaren zusätzlichen Begabung Kongshaugs, nämlich die des Komponierens - allein neun der zehn Titel der CD hat er selbst geschrieben!
Über weite Strecken der CD fühlt sich Kongshaug der musikalischen Ästhetik, dem „schönen" Sound verbunden. Stücke, in denen dies zum Ausdruck kommt, sind vorzugsweise Balladen, etwa „Snowdance", „Small people",
das „Titelstück „All these years" und „To Glass", eine Komposition des Pia­nisten, die jedoch nicht, wie man vielleicht zunächst vermuten könnte, eine Hommage an den Minimal-Art-Meister und Keyboarder Phil Glass ist. Auch zwei Dreivierteltakter und die „Brazilian night" im Bossa-Nova-Geist gehen in diese Richtung. Entsprechend klingt die Gitarre ganz nach klassischem Jazz-Vorbild, also eher „verhangen" und in keiner Weise etwa gewollt „modernistisch". Kongshaug hat sich dabei überhaupt nicht in den Vorder­grund gedrängt, vielmehr ist gänzlich unprätentiöse Ensemble-Arbeit ent­standen. Und schließlich ist natürlich noch dies anzumerken: im ureigensten Metier Kongshaugs - wie könnte es anders sein - ist selbstverständlich die Aufnahmetechnik vorzüglich. Horst-Dieter Stiefelmaier



Rosenberg, Jimmy: Trio Niescier, Angelika: Sublim II