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Bernd Lhotzky & Chris Hopkins : Tandem
Bernd Lhotzky (p) Chris Hopkins (p)
Shake It And Break It / I Adore You / Everything I've Got Belongs To You / Warm Valley / Finger Buster / Black And Tan Fantasy / You Do Something To Me / Flashes / I've Got My Love To Keep Me Warm / Sweet And Slow / I Wish I Were Twins / Lullaby Of The Leaves / Armand The Groove / J. Fred Coots-Medley: Louisiana Fairytale, The More I Know You / Bess, You Is My Woman
Im Norden Manhattans, dem Herzen von New York, befindet sich das Stadtviertel, das der Jazz berühmt gemacht hat: Harlem. Ab ungefähr 1926 setzte mit dem aus dem Süden angekommenen Jazz ein großer musikalischer Aufschwung ein. Harlem wurde zum Zentrum der Jazzwelt und Anziehungspunkt für das wachsende weiße Publikum, das in die großen Kabaretts und Lokale strömte, wo die besten farbigen Musiker mit ihren Orchestern zu hören waren. In dieser von pulsierendem Leben erfüllten Atmosphäre entwickelte sich aus dem ursprünglichen Ragtime Piano ein besonderer Klavierstil, der "Harlem Stride", eine virtuose Spielweise, deren anspruchsvolle Technik von der rechten wie insbesondere auch von der linken Hand einen sehr hohen Grad an Fertigkeit bis hin zur Perfektion verlangt. Der "Harlem Stride" gelangte in den zwanziger und dreißiger Jahren zur Hochblüte. Seine berühmtesten Exponenten waren James P. Johnson, Willie "The Lion" Smith und Fats Waller, die gleichermaßen den Weg für die großen Pianisten des Swing wie Teddy Wilson, Art Tatum oder Errol Garner bereiteten. Inspiriert vom Vermächtnis dieser einzigartigen Ära zählen Chris Hopkins und Bernd Lhotzky heute zu den ganz wenigen leidenschaftlichen Interpreten des Stride- und Swing Pianos. Weltweit gibt es heutzutage vielleicht gerade ein gutes Dutzend Pianisten, die diesen orchestralen und mitreißenden Klavierstil beherrschen, der gerade im Duo zu einer besonders intimen und spannenden Form der musikalischen Begegnung wird. Zu hören sind Duette sowie Solobeiträge beider Pianisten - mit einem Schwerpunkt auf zeitlosen und zum Teil selten gehörten Titeln des Great American Songbooks sowie geschickt arrangierten Stride-Kompositionen.
Echoes of Swing Productions /rec 2005 /Traditional Jazz /Digipak /CDs: 1
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Jazzpodium 2005-12/2006-01
Treffen zwei tief in der Jazz-Pianotradition verwurzelte erstrangige Vertreter ihrer Zunft zusammen, ist die Erwartungshaltung sehr hochgeschraubt. Und in der Tat: Der Hörer wird von dieser CD des Duos Bernd Lhotzky/ Chris Hopkins, an zwei exzellenten Steinway-Flügeln im August 2005 aufgenommen, in keiner Weise enttäuscht. 15 Titel hat das Duo ausgewählt und gemeinsam arrangiert, wobei sich die Komponistenskala der Stücke von z. B. Richard Rodgers/Lorenz Hart, Duke Ellington und Willie „The Lion" Smith über Cola Porter, Harry Warren bis zu Johnny Guarnieri und George Gershwin erstreckt. Unnötig zu sagen, dass beide Pianisten in keiner Weise in inspirationsarme Kopien historischer Vorlagen der Stücke verfallen. Natürlich setzen sie auf Wiedererkennungsmomente bei der Vorstellung der Melodielinien, jedoch folgt auf der Stelle die Fahrt in höchst individuelle improvisatorische Ausgestaltungen. Dabei ist es faszinierend, wie sie sich gegenseitig wechselnd von improvisatorischem Spiel zu rhythmischer Begleitung und vice versa bruchlos die Bälle zuwerfen und nicht nachlassende Spannungsfelder aufbauen. Unterschiedliche Jazz-Pianospielweisen fließen dabei ein: Ragtime- und StrideAnklänge, perlende Läufe der SwingTradition machen Lhotzkys und Hopkins' totale Beherrschung dieser historischen Stilistiken deutlich. Zudem bestechen die Interpretationen nicht nur durch brillantes technisches Können, vielmehr bringt das Duo die unterschiedlichen Stimmungen der Stücke durch große Ausdrucksvielfalt herübergleichwohl ein Zeugnis ihrer intensiven Beschäftigung mit dem Material. Jeder der beiden Pianisten hat auch sein Solostück: Hopkins versieht Duke Ellingtons „Warm valley" mit dem dieser Komposition innewohnenden kontemplativen Gestus, während Lhotzky in Bix Beiderbeckes „Flashes" das impressionistische Kolorit des Originals anklingen lässt. In Zeiten, da selbst namhaften Pianisten nichts weiter einfällt als mit Laptop, gesampeRen Sounds und anderem elektronischen Schnickschnack aufzutreten, ist diese CD ein musikantisch hochkarätiges Beispiel dafür, wie Piano-Jazzspielweisen aus der reichhaltigen Quelle der Jazzhistorie einschließlich des Great American Songbook mit hohem individuellen Gestaltungsvermögen und gänzlich ohne musealen Staub in die Gegenwart transportiert werden können. Ein Leckerbissen gewiss nicht nur für JazzPianofreaks; zum genauen Zuhören sollte man aber schon mal bereit sein. Gerhard Hopfe
Westfälischer Anzeiger 22.12.05
Der in Bochum lebende Pianist und Saxophonist Chris Hopkins versucht in verschiedenen Projekten eine moderne Ausdeutung von frühen Spielformen des Jazz. Hier legt er mit seinem Kollegen Bernd Lhotzky eine Aufnahme mit zwei Klavieren vor mit einem Repertoire, das zwischen den Weltkriegen entstand. Von Bix Beiderbeckes impressionistischem „Flashes" bis zu Duke Ellingtons klangmalerischer "Black And Tan Fantasy" spannt sich der Bogen. Das klingt - wie auch die Aufnahmen der Band „Echoes Of Swing" - nie nostalgisch, sondern elegant und sophisticated. Im Rodgers/Hart-Klassiker : „Everything I've Got Belongs To You" scheuen sie nicht vor Dissonanzen Und Clustern zurück, während gleich darauf der„Finger Buster" von Willie „The Lion" Smith geschmeidiges Stride Piano mit Anklängen an Ragtime bietet. RALF STIFTEL
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In northern Manhattan, right in the heart of New York, lies the district that made Jazz so popular: Harlem. It was there, around the year 1926, where the Jazz music that originated from down south set an enourmous musical upswing. Harlem became the center of the world of Jazz and acted as magnet for the ever-growing white audience, which poured into the many big cabarets and night clubs, where the best black musicians showed off their skills, accompanied by their orchestras. Coming from the original ragtime piano, a new and special playing style was developed in this life pulsating atmosphere - the 'Harlem Stride'. A virtuosic way to play, whose delicate technique demands a lot of artifice from the right and escpecially the left hand, right down to perfection. The 'Harlem Stride' had its heydays during the twenties and thierties. James P. Johnson, Willie "The Lion" Smith and Fats Waller belonged to its most prominent representatives, who similarly pathed the way for great Swing piano players like Teddy Wilson, Art Tatum or Errol Garner. Inspired by the legacy of this one-of-a-kind era, Chris Hopkins and Bernd Lhotzky are ranking among some of the very few passionate interpreters of the Stride- and Swing piano today. Even worldwide there are maybe just a dozen piano players who have mastered this orchestral and sweeping playing style, which really evolves into a particularly intimate and exicting form of musical encounter when played by a duet of pianists. On this CD you can hear duets as well as solo performances by both musicians - with an emphasis on timeless and partly rare if ever heard titles from the Great American Songbook plus slickly arranged Stride compositions.
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