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Hector Martignon: Refugee
Hector Marthignon (p,voc #3) Kenny Barron (p #4) Edgardo Miranda (g #1,2,6,8) Mark Whitfield (g #3,4,5,7) Justin Quinn (g #1,8) Richard Bona (b #1,8) John Benitez (b #2,6) Matt Garrison (b #3,7) Eddie Gomez (b #4,5) Willard Dyson (dr #1,8) Horacio "El Negro" Hernandez (dr #2,6) Dafnis Prieto (dr #3,7) Jeff "Tain" Watts (dr #4,5) Samuel Torres (perc #1,2,6,8) Sammy Figueroa (perc #4,5) Roberto Quintero (perc #3)
Refugee / 99 MacDougal / Observatory / Beauty Sleep / Eddie’s ready / Tomorrow’s past / You won’t forget me / Nothing personal
Der Kolumbianer Hector Martignon ist einer der führenden Pianisten und Arrangeure der New Yorker Latin Jazz Szene, ist europäischen Fans durch seine Zusammenarbeit mit legendären Musikern wie Ray Barretto, Tito Puente und Paquito D'Rivera bekannt, ebenso durch seine häufigen Jazz Workshops an deutschen Musikhochschulen. Auf seinem ZOHO Debut "Refugee" hat Martignon eine absolute All Star Super Session mit den bekanntesten New Yorker Latin Jazz Musikern zusammengestellt, mit den Bassisten Eddie Gomez, John Benitez und Matt Garrison, den Schlagzeugern Horacio "El Negro Hernandez", Jeff "Tain Watts" und Dafnis Prieto, plus Kenny Barron am Klavier.
Zoho Music /rec 2006 /LatinJazz /CDs: 1
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„Nur wenige Dinge belohnen einen Musiker wie mich mehr, als die eigene Musik von einigen der weltweit größten Jazzinstrumentalisten gespielt zu hören. Ich habe das Glück, dass mehrere von ihnen regelmäßig in meiner Band spielen. Die meisten Stücke auf „Refugee“, die zwar meine dritte CD, jedoch die erste beim ZOHO Label ist, wurden auf die Stärken jeweils eines Musikers komponiert und arrangiert. Wir nahmen immer zwei Stücke in vier verschiedenen Sessions auf. Die Besetzung war jede Session anders, jede stellte einen der vier verschiedenen Momente der andauernden Entwicklung meiner Band Foreign Affair dar. Ich schrieb beispielsweise Eddie’s Ready, als ich über die großartigen Aufnahmen des Bill Evans Trio der 1970er nachdachte, die ich damals, in der Frühphase meines Daseins als Musiker, aufsog wie ein Schwamm und es immer noch tue. Der unverkennbare Sound vom Bassisten Eddie Gomez fand in meinen Ohren denselben Anklang wie Bill Evans Piano. Eddie machte sich mein Stück zu Eigen, er verpackte es mit seinem persönlichen Sound und seiner Vorstellungskraft. Für das andere Stück mit Eddie, Beauty Sleep, hatte ich einen “Schnittwettbewerb” vor; angelehnt an die Nächte im Harlem der frühen 1930er, als Pianisten wie James P. Johnson und sein Protege Fats Waller sich bis in die frühen Morgenstunden gegenseitig zu Höchstleistungen herausforderten… Das Titelstück Refugee ist mein bescheidener Tribut an die Millionen Menschen, die von der Welt vergessen wurden, nachdem sie ihre Häuser und Heimat hinter sich lassen mussten, gezwungen zu fliehen durch Krieg, Hunger oder Naturkatastrophen. Ich konnte dieses Stück nur mit dem Gedanken an den unübertreffbaren Sound und die Kunstfertigkeit des Kameruner Bassisten Richard Bona schreiben. Ich betrachte mich als echtes Glückskind, da ich ihn über anderthalb Jahre in meiner Band hatte. My kolumbianischer Genosse, das Perkussion-Wunderkind Samuel Torres, interpretierte den Geist dieses Stücks haargenau, fügte einige Takes mit der afrikanischen Djembe hinzu sowie mehrere afro-kubanische Congarhythmen, zu denen auch eine unglaubliche 3/2 Cumbia zählt! Ich rief mein Idol und Lehrer Kenny Barron an, um mir zu helfen, eine ähnliche Magie in diesem Stück zu schaffen. Niemand kann besser mit den Drums von Musikern dieses Kalibers interagieren als Jeff „Tain“ Watts. Jeff hat schon auf vielen Gigs mit mir gespielt und kennt das meiste meines Materials, gibt ihm jedoch seine persönliche Note. Mein alter Freund Sammy Figueroa, ebenfalls einer meiner Lieblingsperkussionisten, setzte den perfekten Touch dazu, indem er einen exquisit swingenden, flachen Congabeat unter die geradeaus verlaufenden Sektionen legte und damit selbst Altmeister Ray Barretto stolz gemacht hätte. Als ich zum ersten Mal die Insel Tahiti als Gast beim Pacific Rim Music Festival besuchte, inspirierte mich die atemberaubend schöne Umgebung dazu, das Stück Observatorio, welches ich einst für meine Frau Amparo geschrieben hatte, mit Text zu unterlegen. Ich war dreist genug, das Stück zu spielen und zu singen und so offiziell mein Debüt als „Sänger“ zu geben. Zurück in New York fügte ich den Gesang der Instrumentalversion bei, die ich bereits aufgenommen hatte. Roberto Quinteros Perkussion ist erstklassig und verleiht dem Ganzen die subtropische Magie, in der das Stück entstand. Observatorio ist auch auf Samuel Torres erster CD “Skin Tones” vertreten, mit englischem Text, geschrieben und gesungen von Julie Dollison, die es später zum Titelstück ihres eigenen Debütalbums „Observatory“ machte. Zum Zeitpunkt dieser Session bot Matt Garrisons unmissverständlicher Bass die Grundlage für den Sound der Band. Seine Solos auf Observatorio und dem anderen Stück dieser Session, You Won’t Forget Me, sind grandiose ad hoc-Kompositionen die ohne weiteres für sich selbst stehen können! In diesen ersten vier genannten Stücken stellt das unverkennbare Gitarrespiel meines Freundes und langjährigen Bandmitglieds Mark Whitfield den roten Faden dar, indem es eine unglaubliche Süße und Virtuosität einbringt, neben der soliden, swingenden Rhythmusgrundlage. Ich wählte die Ballade You Won’t Forget Me, eines von zwei nicht-original Coverstücken auf diesem Album, mit Marks unvergesslichem Sound im Kopf. Der kubanische Drumzauberer Dafnis Prieto gesellt sich zu Mark, Matt und Roberto und sie bilden ein Filigran aus Klängen und Farben, bieten eine subtile und verschlungene rhythmische Infrastruktur. Während Soundchecks und dem Aufwärmen spielten wir immer diesen schönen G-Moll Blues vom späten Don Grolnick, Nothing Personal. Leicht und kraftvoll ist dieses Stück der perfekte Träger, um Richards Virtuosität zu genießen. Willard Dysons Trommeln in beiden Stücken dieser Session ist absolut bemerkenswert. Sein Solo im polyrhythmischen Refugee ist einfach, aber umwerfend! Edgardo Miranda beweist, dass er womöglich der beste Latin Jazzgitarrist überhaupt ist, wenngleich außerhalb der Latin Jazzszene kaum bekannt. Edgardos Spiel ist zudem meisterhaft in der unvergleichlichen Late Night-Session bei einer der ersten Auflagen von Foreign Affair. Dieses komplett lateinamerikanische „Dream Team“ erfüllte alle Erwartungen und einmal aufgenommen wirkten die zwei Stücke als wenn wir auf einem unserer Gigs im exquisitesten und intimsten New Yorker Jazz Clubs, der Zinc Bar wären. 99 MacDougal zeigt anhand seines fast pyrotechnischen Spiels perfekt, wozu Horacio „Negro“ Hernandez unglaubliches Gefühl, ganz komplementär und nicht überdeckend, fähig ist. In Tomorrow’s Past (das Refugée hinsichtlich rhythmischer Feinheiten ähnelt und ursprünglich als 3/2 Ballade verstanden wurde) verbünden sich Horacio und der Basskünstler John Benitez gemeinsam mit Samuel zur infernalischsten Rhythmusmaschine, die man sich vorstellen kann. Johns Solo in 99 MacDougal nimmt uns mit auf eine Reise durch verschiedene mystische Länder, aus denen seine Musikwelt besteht. Obwohl ich fürs Spiel der akustischen und elektrischen Pianos in allen Stücken verantwortlich bin – außer dem elektrischen in Beauty Sleep, das von Kenny Barron gespielt wird – und in einem Stück singe, bevorzuge ich die Rolle, in die ich beinahe instinktiv hineinschlüpfte und die von Auguste Rodin umschrieben wird: ‚Stelle einer Gruppe Bildhauer Felsen aus Marmor verschiedener Formen und Größen zur Verfügung und meißelt dann gemeinsam die schönsten Formen heraus, die in diesen Steinen verborgen liegen.’“ - Hector Martignon
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Few things are more rewarding for me as a musician than to hear my music performed by some of the greatest jazz instrumentalists in the world. I have been lucky to have several of them play regularly in my band. Most of the tunes on Refugee, my third CD but first on the ZOHO label, were composed and arranged with one or more of the featured performers in mind. We recorded two tunes each in four separate sessions. There was different personnel in each session, each representing four different moments in the continuing evolution of my band Foreign Affair. For instance, I wrote Eddie's Ready thinking about the great 1970s Bill Evans Trio recordings that I devoured (and still do) in the early stages of my development as a musician. The unmistakable sound of bassist Eddie Gomez was just as appealing to my ears as was Bill Evans’ piano. Eddie made my tune his own, enveloping it with his unmistakable sound and imagination. For the other tune with Eddie, Beauty Sleep, I had a "cutting contest" in mind; those nights in Harlem in the early 1930s when pianists like James P. Johnson and his protege Fats Waller would challenge each other until ‘the wee hours’ of the morning… The title tune Refugee is my humble tribute to the millions of people forgotten by the world after they left their homes and their lives behind because of war, famine or natural disaster. I could only write the tune with the unsurpassable sound and art of Cameroonian bassist Richard Bona in mind. I consider myself lucky for having had him in my band for over a year and a half. My fellow Colombian, percussion prodigy Samuel Torres, accurately interpreted the spirit of the tune, adding several takes of African Djembe as well as multiple Afro-cuban Conga rhythms, including an incredible 3/2 Cumbia! I called on my idol and teacher Kenny Barron to help me recreate a similar magic in this track. No one better than Jeff “Tain “ Watts to interact on the drums with musicians of such caliber and trajectory. Jeff has played quite a few gigs with me and knows most of my material, giving it his unique touch and spirit. My old friend Sammy Figueroa, also one of my favorite percussionists, added the perfect touch, performing an exquisite swinging low conga beat to the straight-ahead sections the late master Ray Barretto would have happily approved of. When I first went to the island of Tahiti, as a guest at the Pacific Rim Music Festival, the stunningly beautiful setting inspired me to add lyrics to Observatorio, a tune I wrote for my wife Amparo. I was audacious enough to perform and sing the tune in what I consider my official debut as a “singer”. Back in New York I added the vocals to an instrumental version I had already recorded. Roberto Quintero’s percussion is superb, adding to the sub-tropical magic the tune was dreamed up in. Observatorio is also featured in Samuel Torres’ first CD, “Skin Tones”, with English lyrics written and performed by Julie Dollison, who later made it the title tune of her own debut album, “Observatory’. At the time of this session, Matt Garrison’s unequivocal bass provided the foundation of the band’s sound. His solos on Observatorio and the other tune of this session, You Won’t Forget Me, are exquisite ad hoc compositions in their own right! In these first four tunes, mentioned so far the common thread is the unmistakable guitar of my friend and longtime band member Mark Whitfield, adding incredible sweetness and virtuosity, besides a solid, swinging rhythmic foundation. I chose the ballad You Won’t Forget Me, one of two non-original cover songs on this album, with Mark’s unforgettable musicianship and sound in mind. Cuban drum-magician Dafnis Prieto joins Mark, Matt and Roberto in a fine filigree of sounds and colors, providing a subtle and intricate rhythmic infrastructure. During sound checks and to warm up, we always played that beautiful G minor blues by the late Don Grolnick, Nothing Personal. Easy and powerful, the tune is a perfect vehicle to enjoy Richard's virtuosity. Willard Dyson's drumming in both tunes of this session is absolutely remarkable. His solo in the polyrhythmical Refugee is simply put mind-boggling! Edgardo Miranda fully proves that he is arguably the best Latin Jazz guitarist, though barely known outside the Latin Jazz scene. Edgardo’s playing is also masterful in the incomparable late-night session featuring one of the first editions of Foreign Affair. This all-latin “dream team” lived up to any and all expectations and recorded those two tunes as if we were on one of our habitual gigs in that most exquisite and intimate of New York Jazz Clubs, the Zinc Bar. 99 MacDougal is a perfect vehicle to showcase Horacio “Negro” Hernandez’ incredible sensitivity, complemented, not eclipsed, by his almost pyrotechnical virtuosity. In Tomorrow’s Past (similar to Refugée in its rhythmical intricacies and originally conceived as a 3/2 ballad) Horacio and bass virtuoso John Benitez, with Samuel on board, coalesce into the most infernal rhythm machine imaginable. John’s solo on 99 MacDougal takes us on a cruise through the different mystical lands that make up his musical world. Although I play the acoustic and electric pianos in all the tunes -except the electric on Beauty Sleep which is Kenny Barron- and sing the vocals on one track, I prefer the role I almost instinctively adopted, paraphrasing Auguste Rodin: provide boulders of marble of distinctive shapes and sizes to a group of sculptors and then collectively carve out the most beautiful shapes imprisoned inside those rocks. Hector Martignon
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