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Flip Phillips Quartet: Live at the Beowulf
Flip Phillips (ts) Tom Howard (p) Joe Reichgott (b) John Mason (b) Don MacLean (dr)
Beowulf Blues / Whirly Bird / 3. Indiana / The Carioca / Lemon Aid 21 / The Brotherhood of Man / Tricotism / I Want to be Happy / Hodge Podge / Sweet and Lovely / Body and Soul / In a Mellow Tone / Someone to Watch Over Me / I Loves You / Porgy / Chloe / Christian Scientist / A Closer Walk With Thee / After the Lovin´ / 30 Years Later / Tears / I Hadn´t Anyone Till You / I Won´t Last a Day Without You / Sultry Serenade / Symphony / Spanish Eyes
Flip Phillips arbeitete mit vielen der erfolgreichsten Musikern und Bands der Welt zusammen und begleitete sie darüber hinaus auf zahlreichen Tourneen. Im Beowulf Club in Florida spielte er mit namhaften Formationen, wie der ersten Woody Herman Herd, Jazz at the Philharmonic und nicht zuletzt Benny Goodmann zusammen und gestaltete dort über drei Jahre hinweg wundervolle Konzerte. Heute existiert der Beowulf Club nicht mehr, aber geblieben ist die Erinnerung an jene großartige Musik. Diese im Dezember 1977 und Oktober 1978 aufgenommene Doppel-CD hält diese einmalige Musik fest und zeigt Flip auf dem Höhepunkt seines künstlerischen Schaffens, begleitet von seinen hervorragenden Quartetten.
Arbors Records /rec 1977-78 /Mainstream /CDs: 2
-> Doppel-CD zum Preis für eine !
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JazzPodium 2005-01
Als der Tenorsaxophonist Flip Phillips anno 1957 Pompano Beach, Florida, zu seinem endgültigen Wohnsitz gemacht hatte, suchte er dort nach Betätigungsfeldern. Indes, es sollten fast 20 Jahre vergehen, bis er im „Beowulf" einen adäquaten Spielort fand, der bis zu seiner Schließung 1980 zu seinem Jazzdomizil wurde. Dabei wurden zahlreiche Tonbandspulen mit Phillips' Auftritten bespielt, und noch zu seinen Lebzeiten entschloss er sich, von diesem Material Ausschnitte zu veröffentlichen. Nunmehr geschehen mit dieser Doppel-CD, die Mitschnitte vom Dezember 1977 bzw. Oktober 1978 enthält, von Phillips selbst ausgewählt und mit seinen Linernotes noch vor seinem Tod 2001 versehen. 12 bzw. 13 Titel mit insgesamt fast 140 Minuten Laufzeit lassen das überragende Format Phillips', das er mehr als 60 Jahre und bis zu seinem Tod zeigte, noch einmal lebendig werden. Phillips' Markenzeichen war sein voller runder, gleichwohl samtartiger Ton, der besonders die Inspiration durch Ben Webster und LesterYoung erkennen lässt, aber auch Coleman Hawkins nicht ausschließt. Sein Format zeigt sich bei Phillips zudem in seinem immensen Swing-Feeling, das sein Spiel dominiert und dem er stets allererste Bedeutung zumaß. Einmal gestartet, war sein nahezu ungebremster Ideenfluss sein weiteres Kennzeichen. Alle diese Elemente kommen in diesen Aufnahmen zu Gehör. Seine Chorusse in den zahlreichen UpTempo-Nummern, wie in seinem „Beowulf blues", „Whirly bird" oder „I want to be happy" geht Phillips mit schwerer Attack an, legt dabei streckenweise Wahnsinnstempi vor. Seine Stärke war jedoch auch seine äußerst subtile Balladengestaltung, wobei er ausgreifende Geschichten auf seinem Instrument erzählen konnte, hier z. B. in „Sweet and lovely", „I loves you, Porgy" und natürlich „Body and soul". Dass Phillips auch ein Meister auf der Bassklarinette war, findet auch heute noch viel zu wenig Beachtung. Sein Balladenspiel auf diesem Instrument führt er hier in den ersten Chorussen von „Chloe" vor, und auch „A claser walk with thee" startet mit einer längeren Passage auf der Bassklarinette. Eine Überraschung sind die übrigen Mitglieder des Quartetts, offenbar aus Phillips'regionalem Umfeld. Innerhalb der vielschichtigen Jazzszene so etwas wie No-Names, erweist sich dieses Rhythmus-Trio als eine hochkarätige Crew-kein Wunder bei Phillips, der, stets selbst ein Perfektionist, auch an seine Mitstreiter entsprechende Ansprüche stellte. Das Trio mit Pianist Tom Howard, den Bassisten John Mason (1977er Aufnahmen) und Joe Reichgott (1978er Titel), sowie Drummer Don McLean agiert in einer beispielhaften swingenden Komplexität, die aufhorchen läßt. Überdies lassen die Soloparts, die Phillips diesen Musikern einräumt, deren hohen Standard erkennen, wobei sich Tom Howard mit weitgefasster swingender Stilistik besonders hervorhebt. Sein dezenter Einsatz eines E-Keyboards in einigen Stücken tut dem Ganzen keinen Abbruch, fügt sich vielmehr nahtlos ins Konzept. Eine herausragende Edition von Arbors, die einmal mehr belegt, dass Flip Phillips zu Recht und uneingeschränkt ein Platz in der ersten Reihe überragender und unvergessener Tenoristen in der Jazzhistorie gebührt. Gerhard Hopfe
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Flip Phillips, who travelled and worked with some of the greatest musicians and bands in the world from his days with the first Woody Herman Herd, Jazz at the Philharmonic and Benny Goodman tours, had a wonderful three-year run at a club in Florida named the Beowulf. Although the Beowulf no longer exists the memories of great music linger on in this double CD, recorded in December, 1977 and October, 1978, with Flip at the top of his form playing with his working quartets.
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