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Piano News Das undogmatische Verhältnis zum romantischen Spiel ehrt und eint die deutschsprachige junge Klaviertrio-Garde. Sie spielen keine Standards, aber sie spielen mit deren Ingredienzien. Und auch das Trio des österreichischenPianisten Volkhard Iglseder stellt mit dem zweiten Album nach seinem allseits gerühmten Debüt „Sensitive“ klar, was Konzertbesucher in der Alpenregion schon seit längerem zu schätzen wissen: wir sind nicht fixiert auf Musik, die sich fürs „Real Book“ in Akkordfolgen fassen ließe. Wir mögen aber deswegen nicht auf bezwingende Changes, Grooves und Melodien grundsätzlich verzichten. Indem sie den Eintrittspreis in die Welt der Standards verweigern, kommen die angenehm unaufgeregten Rebellen einer Neuerfindung des Klaviertrios im Spannungsfeld von Jazz und E-Musik erfrischend nahe. "E" meint jedoch bei lglseder & Co. eher experimentierfreudig als "ernst". Experimentiert wird mit Sounds, Strukturen - und erstaunlichen Resultaten: das „E“ wirkt improvisatorisch belebt statt kopfig erstarrt. Bernhard Wittgrubers Schlagwerk kann pygmäenhaft klein klingen und im nächsten Moment zum mächtigen Schlag ausholen. Auch Horst Sonntagbauer am Bass muss sich aus der klassischen Fundamentsetzer-Rolle gar nicht erst befreien. Die vielbeschworene Gleichberechtigung, hier kommt sie ebenso radikal wie selbstverständlich daher. Selbst wenn dieses Trio für seine Verhältnisse gewagte Befreiungsschläge riskiert, bleibt die Musik- auch ohne die lyrisch-spröden Erläuterungen im Booklet - nachvollziebar; so sie denn konzentrierte Zuhörer findet. Tom Fuchs
Jazzthing Nach Österreich. Im Städtchen Hörsching ist der Pianist Volkhard Iglseder zu Hause. Mit Triotonic hat er jetzt die zweite CD seines Trios auf den Markt gebracht: "Homecoming". Iglseder und seine beiden Mitstreiter, der Bassist Horst Sonntagbauer und der Schlagzeuger Bernhard Wittgruber, sind einem europäisch geprägten Spielideal verpflichtet und bringen einen atmosphärischen und leidenschaftlichen, mal melancholischen, mal hymnisch klingenden Piano-Trio-Jazz zu Gehör. Von diesem Trio wird man noch einiges hören. Martin Laurentius
Online Musik Magazin Gentle Flow Die seit 1999 in der klassischen Besetzung Piano/Kontrabass/Schlagzeug zusammen spielende österreichische Trio-Formation um den Pianisten VolkhardIglseder hat mit "homecoming" soeben ihr zweites Album vorgelegt - und beeindruckt durch Unaufdringlichkeit, feine Nuancen, sehr viel Gefühl und das perfekte Gespür für das richtige Maß. Eine gute Dreiviertelstunde gefühlvoller Rückzugsmusik versüßt die raren Momente, die man, vielleicht am Abend hat abzweigen können. Da lohnt es, die Tür hinter sich zu schließen, und von außen das vom letzten Hotelaufenthalt mitgenommene Schild „Bitte nicht stören“ an die Klinke zu hängen. "Homecoming“ ist Titel und Programm. Wie Volkhard Iglseder im Gespräch betont und mit den überwiegend von ihm komponierten Stücken (zwei hat Bernhard Wittgruber beigetragen) eindrucksvoll belegt, ist es ein sehr persönliches Album geworden, kontemplativ und beruhigend. Von fast gläserner Transparenz ist der Beginn mit dem Titelstück, in dem Iglseder die Richtung vorgibt, die mit reifer Konsequenz das Album bestimmt. Einflüsse werden hörbar, wenn zum Beispiel Wittgruber mit seinem Drum-Solo in „butterfly“ sehr an den charakteristischen Stil erinnert, den Dave – Brubeck – Schlagzeuger Joe Morello mit der LP „Time Out“ unvergesslich machte, so wie auch Iglseder selbst viel von der federleichten Tastenzauberei des frühen Brubeck hat. Eines der schönsten Stücke ist „flow“, das ebenso den Titel für das angenehme Album hätte geben können. Horst Sonntagbauer lässt seinen Kontrabass singen wie schon in „butterfly“, Wittgruber überzeugt mit dezentem, nichtsdestoweniger energischem Schlagzeug und Iglseders Läufe perlen hier wie durchweg eins ums andere Mal delikat. Ein stilles Schmankerl zum Schluss bietet unter die Haut gehend und sophisticated „the ballad of you“. Das ist musikalischer „Slowfood“, wie man ihn sich wünscht. Frank Becker
Kurier (Österreich) Unter StromDas gibt’s heutzutage nicht allzu oft: eine Jazz-CD, auf der vom ersten bis zum letzten Takt kein einziger elektronisch erzeugter Ton zu hören ist. Das famose Trio Triotonic aus Oberösterreich spielt auf „homecoming“ (ATS-Records) eleganten, hochenergetischen Jazz, der quasi unter Strom steht, auch wenn die Instrumente keinen Stromanschluss brauchen. Volkhard Iglseder (Piano), Horst Sonntagbauer (Bass) und Bernhard Wittgruber (Schlagzeug) benutzen die Jazz-Tradition als Sprungbrett in die Moderne. Der Sound ist seit den Zeiten von Oscar Peterson oder Bill Evans vertraut: ein glasklares Piano, ein runder, voluminöser Kontrabass, dazu sanfte und zugleich präzise Drums. Doch Triotonic verharrt nicht beim Versuch, große Vorbilder zu imitieren, sondern entwickelt mir hoher Virtuosität einen eigenen Stil. Dessen Kern ist vielleicht die Tatsache, dass das Piano weniger stark im Vordergrund steht als bei älteren Trio-Formationen. Alle drei Musiker sind gleichberechtigt mit rhythmischen und harmonischen Agenden befasst, was einen sehr kompakten, vielschichtigen Ensembleklang ergibt. Der lässt die schmeichelnden Melodien der elf Eigenkompositionen des Albums prächtig schillern. Gunther Baumann
Jazzzeit (Österreich) Wieder stellt sich ein tolles Piano Trio in unseren Landen ein. Triotonic, das sind der Pianist Volkhard Iglseder, Bassist Horst Sandy Sonntagbauer und Schlagzeuger Bernhard Wittgruber. Triotonic bleiben vorwiegend leise balladesk, lyrisch und doch auch ein wenig popig. Die Tunes könnte man mit Texten versehen und an die Popgruppe Keane schicken, die hätten mit dieser Musik ihre wahre Freude. Auch der Jazzhörer, der auf entspannten Piano Trio Jazz steht, wird seine Freude an „Homecoming“ haben. Die Unterscheidung zu anderen Trios wie Esbjörn Svensson, Tord Gustavsen oder dem eines Ketil Björnstad fällt zwar nicht mehr so einfach, überhaupt wo mit dem Trio des Pianisten Martin Gasselsberger die Konkurrenz im eigenen Land sehr groß ist, aber qualitativ hochwertig ist auch der Jazz von Triotonic. Christian Bakonyi
Chef Info (Österreich) Das oberösterreichische Jazztrio Triotonic liefert mit dem neuen Longplayerein fabelhaftes, eigenständiges Werk ab. Die Stücke spannen den Bogen vonklassischen Arrangements zu modernen Klängen und entfalten dabeiunglaublichen melodischen Tiefgang zwischen Groove und Lyrik. Ein feinesAlbum, nicht nur für eingefleischte Jazzfans zu empfehlen.Wolfgang Bogner
Oberösterreichblicke (Österreich) Eine eigene Form des JazzJazz aus Oberösterreich von Triotonic. Mit der neuen CD „Homecoming“ (ATS-Records) sind Volkhard Iglseder, Horst Sonntagbauer undBernhard Wittgruber der eigenen Definition von Jazz einen großen Schrittnäher gekommen. Ihre elf Kompositionen sind ein Genuss. Ohne Vorbildernachzuahmen finden die drei Musiker zu einer eigenen, markanten Sprache.Triotonic lassen Piano, Kontrabass und Drums modern erklingen, ohne ihreWurzeln zu verleugnen.Wolfgang Bogner
Musik Austria (Österreich) Jazz ?? Ich würde es als Filmmusik ohne Film bezeichnen. Nicht negativbewertet sondern assoziativ. Kleine Bilder die sich im Kopf bewegen. EinTrio erobert Klangwelten. Spannend und beruhigend schliesst sich nicht aus.Eigentlich erinnern Triotonic an so Bands wie The Nice, Procul Harum oderTriumvirat. Kein Plagiat, sondern Klänge die immer wieder neues zu Tagebringen. Harmonien, die nicht langweilen und im Einklang mit den Groovesleben. Gute Instrumentalmusik ohne Einschlafgefahr. Unbedingt reinhören ! Peter Pate
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