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John Rae's Celtic Feet: Beware The Feet

Brian Kellock (p) Simon Thoumire (concertina) Eilidh Shaw (fiddle) Mario Lima Caibé (b) Phil Bancroft (sax) John Rea (dr)

Boogie Celt / Sing For Your Fish Supper / SOA / Easy Peezy / Ragabond / Piper MacKeroll's Last Stand / Coty / La Limpiadora Irlandesa / Findlay Macdonald's Droothie Walk Up Triana / Shawland / As A Farmer Child / Sic A Parcel O Rogues Part 2

John Rae's Celtic Feet nutzen Jazz als Basis, Eigenkompositionen, bei denen traditionelle Motive und Jazz-Harmonien verwendet werden, um einen merkbar Schottischen Sound zu schaffen, wo freie Improvisation und traditionelle Keltische Musik gleichberechtigt sind. John Rae's Celtic Feet sind sechs Musiker, die treu in der Tradition stehen, gemischt mit einer Leidenschaft für's experimentieren und improvisieren und dadurch einen neuen Sound kreieren, der Hand in Hand mit dem neuen Jahrtausend geht. Das zweite Album der "Feet" demonstriert klar, dass diese Musik sich zu einer schönen und gesunden Mischung entwickelt. Die geistreiche und unbekümmerte Ebene des Schreibens verbirgt eine ernst zu nehmende und sehr persönliche Zusammentragung diverser musikalischer Fäden (Jazz und Folk offensichtlich, plus Latin, Salsa, Funk, Raga usw.), die eine Struktur webt von atemberaubender und doch weitgehend anspruchsloser Brillanz.

Dieses unnachahmliche Ensemble, das vom schottischen Schlagzeuger John Rae geleitet wird und mit dem exzellenten Pianisten Brian Kellock in herausragender Rolle, beschreitet den Weg weiter, die traditionelle Musik ihres Heimatlandes mit den Sounds der übrigen Welt zu vereinigen. Rae war in letzter Zeit die treibende Kraft bei der fortschreitenden Entwicklung im schottischen Jazz; dennoch ist sein Sinn für die eigene Tradition genauso stark wie sein Sinn für Abenteuer und das Ergebnis ist eine bemerkenswert durchgängige Darstellung früherer Erkenntnisse, voller Überraschungen und Witz.
Hört man Brian Kellock, wie er die pumpenden Piano-Rhythmen des Fats Waller-Stride-Stils auf das Akkordeon und das Geigen-Thema von "Boogie Celt" überträgt, oder Phil Bancrofts versteckte Andeutungen einer erst düsteren und dann soulig-jazzigen Sopran-Saxophon-Linie in das Reel-artige Feeling von "Sing for Your Fish Supper", dann bekommt man einen flüchtigen Eindruck, worum es bei Raes Musik geht. Genau so macht es Gitarrist Kevin MacKenzie mit einem an Grant-Green-erinnernden rhythmischen Groove als Kontrast zum tänzelnden (sich aufbäumenden) Quetschkommoden-Thema bei "Easy Peezy".
Rae verweist erstaunt auf eine Session-Nacht, die er einst mit traditionellen indischen Musikern in Ragabord verbrachte, ein sich fein schlängelndes Ornette-Coleman-Klagelied, das fließend hin und her gleitet im lebhaften Sog der Tablas.
Da gibt es die Mid-Tempo-Groove-Nummer "Coty", die sich wie ein Treffen von Metheny und Garbarek anhört und eine verschwommene, spät-nächtliche Mitsing- Atmosphäre im Concertina/Bass-Duett "La Limpiadora Irlandesa". Jeder, der vertraut ist mit Droothie Maggie wird einige faszinierende Überraschungen in den Celtic's Feet
Varianten finden. Was auch für Eilidh Shaw's langsames Geigen-Klagelied gilt - das hat Gänsehaut-Feeling.

Caber Music /rec /ModernJazz / /CDs: 1

Quantity:   St

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